Sonntag, 19. Februar 2017

Tor in die neue Woche aus Graz


TOR in die neue Woche Nr. 41 von Nova... heute ein Tor in Graz mit dem steirischen Wappentier, dem silbernen Panther, der Feuer spuckt. Er soll der Legende nach (klick) einen derart betörenden, süßen Atem verströmt haben, dass sogar der Drache in der Schöckl-Höhle im Grazer Hausberg in Erstarrung gefallen sei...


das "Landhaus" in Graz ist ein bedeutendes Renaissance-Schloss und Sitz der Landesregierung der Steiermark


ein modernes Wahrzeichen der Stadt ist das Kunsthaus, ein blaues, unförmiges Ungetüm mit Noppen auf dem Dach... aber ein total faszinierender Museumsbau für moderne Kunst und mit wechselnden Ausstellungen!


Durch eine dieser "Noppen" auf dem Dach des Kunsthauses sieht man von innen auf ein weiteres Wahrzeichen von Graz hinaus... den Uhrturm auf dem Schlossberg



Hier noch ein Blick in die Keramik-Ausstellung mit Objekten von Ai Weiwei und Edmund de Waal, die nun zu Ende ging. Wir haben es am vorletzten Tag der Ausstellung noch geschafft, nach Graz zu fahren, von Wien eh nicht weit... Graz ist immer eine Reise wert oder wenigstens einen Tagesausflug!


Vielleicht habe ich jetzt jemandem Lust auf Graz gemacht? 


Freitag, 17. Februar 2017

gebackene Mäuse


Kater Pauli..mann ist krank (klick)... der Kater, der sonst jeden Samstag im Mittelpunkt einer entzückenden Bildergeschichte steht. Er frisst gern Mausbraten und so habe ich mir gedacht, ich backe Mäuse, damit er rasch wieder auf die Pfoten kommt...

Gebackene Mäuse sind bei uns eine gern gegessene süße Köstlichkeit, meist aus Germteig (Hefe-), aber heute habe ich sie mit einem leichten, schnellen Topfenteig (Quark) gemacht. So schmeckten sie uns noch besser und sie können gleich frisch und noch warm verputzt werden, ohne Magendrücken (durch frischen Germteig) zu befürchten.


Gebackene Mäuse mit Topfen
(Teig für ca. 30 Nocken)

  • 3 Eier
  • 250 g Topfen /Quark
  • 90 g Kristallzucker
  • Vanille
  • 1 Prise Salz
  • ½ Bio-Zitrone, Schale und Saft
  • 250 g (Dinkel-) Mehl
  • ½ P. Backpulver
  • ca. 250 g Kokosfett – Ceres oder Butterschmalz zum Ausbacken


Für den Teig die Eier mit Zucker, Topfen und den Gewürzen gut vermischen, dann das mit Backpulver versiebte Mehl mit einem Kochlöffel einarbeiten.

In einem breiten Topf reichlich hitzebeständiges Fett erhitzen. Mit einem Löffel „Mäuse“ (Nocken) ausstechen und rundum goldbraun (nicht zu hell) ausbacken. 
Mit 2 Gabeln herausnehmen, anzuckern und noch warm genießen. 

Zeitaufwand insgesamt 1/2 Stunde. 


Die Mäuse könnten mit Vanillesauce, Kompott oder Röster, Apfelmus, Weinschaum etc... serviert werden, aber uns sind sie einfach nur so am liebsten zum Kaffee!




alles Gute dem Kater Pauli..mann und dem Frauchen!



Freitag, 10. Februar 2017

Teigschnecken mit Tapenade


wer Oliven mag, wird auch Tapenade mögen... Tapenade ist eine dunkle Olivenpaste aus Südfrankreich, wo eine besonders aromatische, schwarze und etwas verschrumpelte Oliven-Sorte herkommt (aus Nyons, Department Drome)... und einige haben sogar den Weg über die Alpen bis nach Wien gefunden... 


Diese tollen schwarzen Oliven sind mit Kräutern und ganz wenig Olivenöl ziemlich trocken eingelegt, da schwimmt nichts in Salzlake... ich bin begeistert! 

Tapenade eignet sich so wie Pesto zu allem möglichen... als Brotaufstrich, zu Pasta etc. Ich habe Germteigschnecken / Hefeteig- mit der aromatischen Paste gefüllt und mein Rezept der Pestoschnecken ein bisschen abgewandelt.  



Schnecken mit Tapenade

Germteig / Hefeteig mit Kartoffeln
(für ca. 20 Schnecken)
  • 300 g Dinkelmehl (50 g ersetzt durch Erdmandelmehl)
  • 2 kleine Kartoffeln gekocht, durchgepresst
  • 25 ml Olivenöl
  • 1  TL Salz
  • 1/3 Würfel frische Germ / Hefe
  • 1 EL Gerstenmalz oder Honig
  • etwas Oregano
  • ca. 100 - 150 ml warmes Wasser nach Bedarf


Aus allen Zutaten einen mittelfesten Germteig / Hefeteig bereiten, ein Dampferl / Vorteig ist nicht notwendig. Den Teig einmal aufgehen lassen und durchkneten. Dann kann er im Kühlschrank eine zeitlang ruhen bis zur Verwendung oder kann auch sofort weiter bearbeitet werden. 


Tapenade Olivenpaste
  • 100 g Oliven, entkernt gewogen (idealerweise schwarze Oliven, ev. in Kräutern und trocken eingelegt, andernfalls abtropfen lassen)
  • 4 Sardellenfilets
  • ein paar Kapern
  • 4 Knoblauchzehen
  • (optional: 4 getrocknete Paradeiser / Tomaten)
  • Olivenöl nach Bedarf
  • Chili


Alle Zutaten für die Tapenade im Zerkleinerer zu einer dicken Paste mahlen, in eine Schüssel umfüllen und eventuell mit noch etwas Olivenöl verrühren, abschmecken, Salz war bei mir nicht nötig. 

Eine Backform (zB. 28 cm DM) gut befetten. 
Den Germteig auf gut bemehlter Fläche ausrollen, mit der Tapenade bestreichen und einrollen. Mit einem scharfen Sägemesser Scheiben von ca. 1-2 cm Dicke abschneiden und diese mit kleinem Abstand zueinander in die Form legen. 
Die Schnecken im Rohr bei 175°C etwa eine halbe Stunde backen. 


Einfach köstlich! Die Schnecken sind durch das Dinkel- und Erdmandelmehl ziemlich dunkel und durch die Tapenade sehr gut würzig... dazu drängt sich ein Glas Rotwein geradezu auf... einen schönen Freitag -Abend wünsche ich! 

Die Schnecken sind übrigens vegan, wenn kein Honig verwendet wird, und passen zum heutigen Tag



Freitag, 3. Februar 2017

knackige Biskuitroulade mit Pistazien


knackig kalt... eisig... der Kamp im nördlichen Niederösterreich ist stellenweise total zugefroren (Bilder vom Wochenende). Ich habe den Fluss so noch nicht gesehen... 


es soll der kälteste Jänner seit angeblich 30 Jahren sein... 


dieses "Eisband" sieht ja schön aus, aber mir hat die wochenlange Kältewelle nun lang genug gedauert... geht es euch auch so? 


dieser Schneemann von heute sieht schon etwas traurig aus, zum Glück (für mich) taut es seit kurzem in Wien!! Gestern war Lichtmess oder Imbolc... die länger werdenden Tage lassen auf den Frühling hoffen... 


knackiges Eis im Fluss... eine knackige Biskuitroulade bei mir zu Hause: 


Biskuitroulade mit Pistazien

  • 5 Eier
  • 110 g Kristallzucker
  • 1/2 Bio-Zitrone, die abgeriebene Schale
  • 90 g Weizenmehl
  • ca. 30 - 40 g gehackte Pistazien zum Bestreuen
  • Marillenmarmelade zum Bestreichen

Das Rohr auf 190°C vorheizen.
Die Eier trennen und das Eiklar mit der Hälfte des Zuckers schlagen. In einer 2. Schüssel die Eidotter mit dem restlichen Zucker gut schaumig schlagen, das Mehl einmehlieren und zum Schluss den Schnee. 
Den Teig auf ein Backblech (+ Backpapier) streichen und mit den Pistazien gleichmäßig bestreuen. Im Rohr 10 Minuten backen. 
Ein Küchentuch oder Backpapier mit etwas Kristallzucker bestreuen und das Biskuit drauf stürzen. Mit Marillenmarmelade (die ich mit einem guten Schuss Inländer-Rum verrührt habe) bestreichen und einrollen. 

mit Pistazien bestreut



Durch die Pistazien schmeckt die Biskuitroulade sehr nussig und hat knackigen Biss! Außerdem ein absolutes Blitzrezept und im Nu gebacken! 


auch sie wird bald weggetaut sein...



Sonntag, 29. Januar 2017

Buchtel-Challenge - Dukatenbuchteln


Buchtel-Challenge organisiert von Sina und Susi (siehe ganz unten)... eine schöne Herausforderung für insgesamt 8 Mädels und es sind die unterschiedlichsten Buchteln gebacken worden, auch wenn manche Rezepte den selben Namen haben ;-)


Wenn meine Omama früher in die versammelte Familienrunde fragte "was wollt´s denn gern essen?", dann war die kollektive Antwort mit ziemlicher Sicherheit "Wuchteln mit Vanillesoß"... denn sie war eine geniale Meisterin darin und ihre Mehlspeisen legendär!

meine Omama und ich mit ca. 3 -4 Jahren

Seit sehr vielen Jahren muss ich mir die Dukatenbuchteln mit Vanillesauce selbst backen, das Rezept ist zwar das selbe wie früher, aber irgendwie ist es doch nicht das gleiche... aber natürlich schmecken sie ganz hervorragend und sind soul-food besonders jetzt bei der wochenlangen Kälte!



Den Germteig / Hefeteig habe ich für Buchteln vor ein paar Jahren schon gezeigt (Maronibuchteln). Er schmeckt so wie Germteig für mich schmecken muss und gelingt mir immer, aber ich wiege die Zutaten im Gegensatz zu meiner Oma ab! Sie konnte den Teig "aus dem Ärmel schütteln" und es passte immer!

Dukatenbuchteln

Germteig von der Oma
(Hefeteig)
  • 395 g Dinkelmehl (original ist 400 g Weizenmehl halb glatt und griffig)
  • 90 g Kristallzucker
  • 75 g weiche Butter
  • 100 - 150 ml lauwarme Milch
  • 1 Ei + 1 Eidotter (oder 2 kl. Eier)
  • ½ Würfel Germ / Hefe
  • 1 TL Salz
  • 1 Bio-Zitrone, nur die abgeriebene Schale
  • etwas Muskatnuss gerieben

„Dampferl“ / Vorteig:
die Hälfte der Milch, etwas vom abgewogenen Zucker und vom Mehl sowie die zerbröckelte frische Germ / Hefe verrühren und zugedeckt kurz anspringen lassen.

Teig:
den Vorteig und die restlichen Zutaten zu einem mittelfesten Germteig / Hefeteig schlagen und zugedeckt 1x aufgehen lassen.

Der Teig ist für Buchteln, geflochtene Striezel etc. geeignet.
Nach dem Formen (Buchteln siehe unten) nochmals aufgehen lassen und im Rohr bei 180°C etwa 20 - 25 Minuten backen.


Beim Formen der Dukatenbuchteln, also der ziemlich kleinen und ungefüllten Buchteln habe ich mich diesmal am bewährten Plachutta orientiert:


Hier wird der Teig nach dem ersten kurzen Aufgehen portionsweise abgewogen und aus jeweils 120 Gramm Teig (das ist in etwa eine Handvoll) 12 Buchteln geformt - so werden sie garantiert schön klein!

nach Plachutta

Meine Teigmenge konnte ich in 6 Portionen zu je 120 - 135 Gramm teilen, davon habe ich mit gut befetteten Händen jeweils 12 winzige Kugerl gedreht, also in Summe 72 Dukatenbuchteln!

Zum Fertigstellen werden 100 g flüssige Butter benötigt, davon kommen etwa 2/3 in die Backform (meine hat 30 x 40 cm), die restliche Butter ist zum rundum Befetten der einzelnen Teiglinge.


Die mehr oder weniger rund geformten Teigkugerl werden mit Abstand in die Backform gesetzt... besser mit kleinerem Abstand (je kleiner der Zwischenraum, desto mehr gehen die Buchteln in die Höhe, meine sind ein bisschen zu flach geblieben)


Dann müssen sie noch etwa 1/2 Stunde aufgehen, am besten stellt man die Form ins kalte, geschlossene Rohr und dreht das Licht innen auf (das wärmt ein bisschen und die Teiglinge sind im Rohr keiner kalten Zugluft ausgesetzt).


Dann das Rohr auf 180°C aufdrehen und die Buchteln rund 15 - 20 Minuten backen, je nach Größe. Bitte nachsehen, meine kleinen waren bereits nach 15 Minuten fertig.


Eine Vanillesauce oder eine Kanarimilch kochen und über die bezuckerten Buchteln gießen, Augen schließen und genießen!!


Das war die Buchtel-Challenge:

Petra von Obers trifft Sahne mit gefüllten Buchteln mit Hackfleisch, Lauch und Käse:
http://www.oberstrifftsahne.com/2017/01/kleine-foodblogger-buchtel-chalenge-und.html




Maria, das Mädel vom Land und Dukatenbuchteln: 




Sina Giftigeblonde mit Buchteln Sacher Art:



Susi Turbohausfrau mit Powidlbuchteln (und Kanarimilch):



Christina, the Apricot Lady und Buchteln mit Vanillesauce:
http://www.theapricotlady.com/buchteln-mit-vanillesauce/



Verena von Verena kocht mit Dinkelbuchteln:



Anikó von Paprika meets Kardamom: süßes "Buchtel-Kleeblatt"



nochmals meine kleinen Dukatenbuchteln (mit Vanillesauce):



ich muss ganz bald wieder Buchteln backen, so der Kommentar bei mir zu Hause...

Donnerstag, 26. Januar 2017

Muschelnudeln mit Artischockenfülle


Würde ich in Italien wohnen, würde ich Artischocken frisch und bereits geputzt auf dem Markt kaufen so wie oben auf dem Rialtomarkt in Venedig. Überall in Italien sieht man geputztes und bereits zum Kochen vorbereitetes Gemüse angeboten. Bei uns muss frau Glück haben, um überhaupt an (teure) frische Artischocken zu kommen.


In einem Biogeschäft in Wien wurde ich nun unerwartet fündig... es sind das zwar eingelegte Artischockenherzen mit Kräutern, aber kalt verarbeitet und nur mit sehr wenig Öl und Essig vermischt (und nicht schwimmend wie in Supermarktgläsern).

Ein guter Kompromiss für das tolle Rezept von Muschelnudeln mit Artischockenfülle, das ich bei Marie-Louise Küchenliebelei gesehen habe und bei dem ich sofort ans Nachkochen gehen musste! Aber ich habe alles ein bisschen anders gemacht... das Originalrezept sieht zum Beispiel eine pürierte Fülle vor, ich wollte aber meine schönen bio Artischocken nicht den scharfen Messern des Pürierstabes aussetzen und habe das Gemüse ganz gelassen, das war perfekt! Auch die Sauce habe ich ein klein wenig verändert.



überbackene Muschelnudeln mit Artischockenfülle und zitroniger Sauce
frei nach Küchenliebelei für 3-4 Personen

1 große backofenfeste Form (rund mit 28 cm DM) bereitstellen, das Rohr auf 175°C vorheizen.
  • ca. 25 - 30 Stück Muschelnudeln / Conchiglioni knapp al dente kochen und kalt abschrecken (sie garen sonst weiter)
  • etwa 90 - 100 g Hartkäse (Pecorino und Parmesan gemischt) reiben für die Fülle und zum Bestreuen
Fülle:
  • 1 EL Butter
  • 1 große Zwiebel gewürfelt
  • 200 g Artischockenherzen (siehe oben)
  • ca. 1/8 l Schlagobers / flüssige Sahne
  • Salz, Pfeffer
Zwiebeln in Butter glasig anlaufen lassen, die Artischocken dazugeben, mit Obers aufgießen, würzen und leicht verkochen lassen, zum Schluss als Bindung eine gute Handvoll Käse einrühren.

Bechamelsauce:
  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl
  • ca. 500 ml Milch (ich habe halb Milch und halb Rindssuppe genommen, die hatte ich gerade am Herd kochen)
  • 250 g Ricotta
  • ca. 1/8 l Weißwein oder mehr nach Belieben
  • 1 Bio-Zitrone, die abgeriebene Schale
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer
Mit Butter, Mehl und Milch bzw. Suppe eine Bechamelsauce kochen, dann den Topf vom Herd nehmen, Ricotta mit einem Schneebesen einrühren, Weißwein nach Geschmack dazugeben bzw. bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, abschmecken.

Den Großteil der Sauce (4/5) in die Form leeren, die Nudeln mit einem Löffel füllen und in die Sauce setzen. Mit etwas Bechamelsauce beträufeln und mit Käse bestreuen. Im Rohr etwa 40 Minuten überbacken.


Artischocken-Fülle für die Muschelnudeln

gefüllt und locker in die Sauce gesetzt

mit Sauce beträufelt und mit Käse bestreut

überbacken

ein Gedicht! 

Empfehlung für das tolle Rezept, das ursprünglich aus dem New York Kochbuch vom Blog Smitten Kitchen stammt (Rezension)! 

Die Fülle mit den eingelegten bio Artischocken war perfekt! Die leicht zitronige Sauce mit Ricotta passte sehr gut dazu! Wie es wohl mit ganz frischen Artischocken schmeckt... ich bleibe dran an der Suche nach den besten Artischocken in Wien! Ich könnte mir das Gericht übrigens auch mit einer Spargelfülle vorstellen, wenn er dann Saison hat. 


Die Muschelnudeln stammen noch aus Friaul vom Sommerurlaub... da habe ich Muschelnudeln mit Frischkäse-Walnuss-Fülle in Paradeissauce gekocht.