Mittwoch, 31. Januar 2018

#wirrettenwaszurettenist - Rotkraut klassisch


... vor der Industriefertigfutterübermacht, siehe auch hier.
Danke an Susi Turbohausfrau und Sina Giftigeblonde fürs Linksammeln und Organisieren!


Diesmal ist die Kohl-Familie (Brassica) bei der 1. kulinarischen Rettung des Jahres dran, also Kohl, Kraut, Kohlsprossen, Karfiol, Brokkoli, Rotkraut oder Blaukraut, Kohlrabi, Chinakohl... (unsere bundesdeutschen NachbarInnen nehmen Wirsing, Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl, Blumenkohl, Grünkohl etc., ItalienerInnen zB. Cima di rapa oder Stängelkohl!).
Insgesamt umfasst diese Gattung der Kreuzblütler über 40 Arten.

Ich habe mich dem gedünsteten Rotkraut gewidmet, das in den Tiefkühlregalen der Supermärkte schon seit Jahrzehnten prominent vertreten ist. Vielleicht kann ich ja dazu anstiften, es einmal selbst zu kochen anstatt eine Fertigpackung aufzutauen...


Rotkraut klassisch nach Plachutta
Blaukraut, Rotkohl
Zutaten: 

Zubereitung: 

Das Rotkraut schneiden oder hobeln. Mit Salz und einer milden Mischung aus Zitronen- und Orangensaft (jeweils ca. 1/2 ausgepresste Zitrusfrucht) vermischen und mit den Fingern verkneten. Einige Stunden zugedeckt ziehen lassen. (Bei großer Eile und bevor ein Fertigprodukt verwendet wird, könnte dieser Schritt weggelassen oder stark verkürzt werden.)

Dann in einem Topf die Zwiebeln in etwas Öl anschwitzen, ohne Farbe annehmen zu lassen. Mit Zucker bestreuen, ein wenig karamellisieren lassen und mit Rotwein oder Suppe ablöschen. Nun das Rotkraut beifügen und zugedeckt nach Belieben eher knackig (ich) oder weich (original) dünsten.

Den Apfel reiben und mit den Preiselbeeren einrühren und noch kurz ziehen lassen, abschmecken, nachsalzen. Ich habe zusätzlich etwas kleingewürfelte Birne untergemengt. Maroni (Kastanien) passten auch gut. 


Dieses gedünstete klassische Rotkraut ist vegan (wenn ein dementsprechender Rotwein oder Suppe zum Ablöschen verwendet wird) und ist eine traditionelle Beilage zu Wildgerichten und gebratener Gans, aber auch perfekt zu vegetarischen und veganen Gerichten.


Wir hatten diesmal eine mit (Kürbis-) Pesto gefüllte Kartoffelroulade und Ofenkürbis dazu.
Ehrlich, da brauch ich kein Stück Fleisch dazu... Kartoffelrouladen habe ich in verschiedenen Varianten in diesem Winter häufig gekocht, das Rezept kommt demnächst. 



Rotkraut eignet sich auch als Rohkost und in diversen Salaten gut (nicht nur wegen der dekorativen Farbe), aber mir persönlich ist es knackig gedünstet oder gebraten lieber als roh.


weitere Rotkraut-Gerichte am Blog, teils vegan:

Rotkraut-Kartoffel-Quiche (klick)
Rotkraut mit Fächerkartoffeln, Pesto und Karfiolcreme (klick)
Zwiebelkuchen mit Rotkraut (klick)


komplette Linkliste aller TeilnehmerInnen an der Kohlgemüse-Aktion #wirrettenwaszurettenist:


Anna Antonia - Cole-Slaw ganz einfach
auchwas - Grünkohl-Pizza
Barbaras Spielwiese - Gebackener Rosenkohl mit Gorgonzola und Walnüssen
Bonjour Alsace - Sauerkraut im Glas
Brittas Kochbuch - Winterliche Minestrone
Brotwein - Grünkohl-Pesto mediteran mit Oliven und Kapern
Cakes, Cookies and more - Bunter Wintersalat
CorumBlog 2.0 - Rotkrautsalat mit Pistazien
evchenkocht - Kohlroulade auf thailändisch
Fliederbaum - Klassisches Rotkraut
German Abendbrot - Zweierlei Rotkohl: Als Pickle und ganz klassisch
giftigeblonde - Rotkraut auf polnische Art
Katha kocht! - Geschmortes Wildschwein mit Grünkohl und Kartoffeln
LanisLeckerEcke - Cole Slaw
Leberkassemmel und mehr - Überbackener Blumenkohl
madamroteruebe - Herzhafter Wirsingkuchen mit Apfel und Bergkäse
magentratzerl - Kohl hoch zwei
Obers triftt Sahne - Fruchtiger Grünkohlsalat mit Nüssen und Salzzitronen
our food creations - Kale Salad
Paprika meets Kardamom - Ungarischer Blumenkohl-Gulasch-Auflauf
Schmeckt nach mehr - 5 Grünkohl-Irrtümer und ein Rezept für Grünkohl äthiopisch
Schönes + Leben - Sächsischer Gulasch mit Rotkraut und Kartoffelbrei
Summsis Hobbyküche - Weißkohlcurry
Turbohausfrau - Flammkuchen mit Kohl
Unser Meating - Rote - Bete - Risotto mit Grünkohltopping

Nachzügler:
https://cakes-cookiesandmore.blogspot.co.at/2018/01/kohlrezept-bunter-wintersalat.html


kebo homing: https://kebohoming.blogspot.com/2018/01/romanesco-kichererbsen-suppe.html
genial lecker: http://www.genial-lecker.de/rezept-gruenkohl-mit-knusprigem-schweinebauch


Solange dauert der Winter doch gar nicht mehr, dass alle diese tollen Gerichte nachgekocht werden können, oder?



Montag, 29. Januar 2018

Mousse au chocolat TORTE


Nachtrag zu meinem vorigen Beitrag mit dem feinen Mousse au chocolat nach Paul Bocuse (klick):

Die Schokomasse kann man nicht nur gekühlt genießen, sondern damit auch eine Torte backen! Die Menge reicht für eine eher kleine Springform mit ca. 20 cm Durchmesser.

Eine Messerspitze Chilipulver gibt der Torte eine angenehme und nachhaltige Idee von Schärfe. Zum Servieren wäre eine Himbeersauce und ein Klecks Schlagobers auch eine gute Wahl.
Empfehlung!


Sonntag, 21. Januar 2018

Mousse au chocolat nach Bocuse


Mitten in meine Überlegungen über ein Sonntagsdessert kommt die Meldung über Paul Bocuse... der als "Koch des Jahrhunderts" bezeichnete französische Spitzenkoch verstarb hochbetagt nahe von Lyon.
Eines seiner Kochbücher und Nachschlagewerke habe ich zu Hause und blättere interessehalber sehr gern drin. Nachgekocht habe ich bisher leider kaum etwas - anders als das Rezept von seinem Mousse au chocolat (unten). Es findet sich zahlreich in den Weiten des Netzes und schmeckt wirklich ausgezeichnet!


Mousse au chocolat nach Paul Bocuse 
(für 8 Pers.)

- 200 g gute Schokolade (70%)
- 125 g Butter
- 6 sehr frische Eier (Größe M, ich habe 5 Eier Größe L verwendet)
- 150 g Kristallzucker
- 1 Prise Salz
- 1 kl. Tasse starken Mokka

Die Schokolade gemeinsam mit der Butter über einem Wasserbad schmelzen, beiseite stellen.
Eiweiß mit Prise Salz zu steifem Schnee schlagen, beiseite stellen.
Eidotter mit Zucker über dem noch warmen Wasserbad schaumig schlagen, Espresso und Schokolade einfließen lassen und zum Schluss den Schnee unterheben.
Das Mousse in Gläser oder kleinen Schüsserln füllen und idealerweise über Nacht in den Kühlschrank stellen, zumindest aber einige wenige Stunden.

Schokolade über Wasserbad schmelzen

Empfehlung!
Liebe Grüße aus Wien!

Montag, 15. Januar 2018

"Anti-Erkältungsbrot" aus Reginas Küche


Ein was?  Ein "Anti-Erkältungsbrot"?  Was soll denn das sein... aber lest bitte weiter, denn dieses Brot ist eine sehr interessante Sache und schmeckt einfach gigantisch!


Es stammt von Regina, die auch (selten) bloggt, und ihrer "Wilde-Weiber-Küche". Ich habe hier vor ein paar Jahren ihre Brennesselfladen nachgebacken.

Reginas Kochbuch habe ich vor kurzem gekauft, es enthält eine Fülle von fantasievollen und sinnlichen Rezepten, hauptsächlich mit Wildkräutern und Blüten. Jetzt im Winter kann man vor allem darin schmökern und sich auf die schöne Jahreszeit und Ernte freuen. Aber ein Rezept ist nur für den Winter gemacht... das "Anti-Erkältungsbrot".

Das ist ein einfaches Butterbrot mit Honig bestrichen und mit frischen Heilpflanzen (Knoblauch, Quendel oder ersatzweise Thymian und Kren/Meerrettich) bestreut. Ich weiß, das klingt sehr ungewöhnlich, aber diese gesunde Kombination schmeckt unglaublich harmonisch und ur-gut! Absolute Empfehlung!



"Anti-Erkältungsbrot" nach Regina

pro Person:
- 1 Scheibe gutes Brot (Sauerteigbrot, Walnussbrot, Mischbrot etc.)

bestreichen mit:
- bio-Butter,
- Waldhonig oder einen beliebigen anderen, guten Honig

bestreuen mit:
- frischen Quendel- oder Thymianblättchen, die zuvor im Möser oder mit einem Messer angestoßen und mit Zitronensaft beträufelt wurden,
- 1 gehackte Knoblauchzehe,
- etwas frisch gerissener Kren / Meerrettich

(Knoblauch könnte durch Ingwer ersetzt werden, Kren aus dem Glas ist eher nicht geeignet.)



Wir sind begeistert! Ob das Brot - täglich genossen - tatsächlich hilft, keine Erkältung zu bekommen oder sie leichter zu überstehen, konnten wir noch nicht herausfinden, aber es lohnt sich, einen Langzeitversuch zu starten ;-)




Schneefall am Sonntag, Minusgrade in der Nacht, 
trotzdem einen schönen und gesunden Wochenbeginn! 



Samstag, 13. Januar 2018

zugedeckte Äpfel zum Dessert


"Warm anziehen und Zudecken" ist nun im Winter die Devise... nicht nur bei den Rosen im Schlosspark Schönbrunn... 


Auch die Äpfel für´s Dessert schmecken bedeckt sehr gut. Ich habe es mir von Ariane aus Rom abgeschaut, sie versteckte die Äpfel unter einem Teigmantel in einer großen Backform, ich nahm Portionsschüsserln - in jedem Fall ein bodenloser Genuss!


zugedeckte Äpfel
(für 4 Portionen, frei nach Ariane)

Mürbteig:
250 g Weizenmehl (1/3 durch Erdmandelmehl ersetzt)
150 g Zucker (im Original 170 g)
1 Prise Salz
170 g Butter
1 Ei
(Es wird nur die Hälfte des Teiges benötigt, die 2. Hälfte kann eingefroren oder locker eine Woche im Kühlschrank geparkt werden. Oder man bäckt ein Blech Kekserl.)
weiters:
4 kleine oder 2 große Äpfel
1 Bio-Zitrone, Schale und Saft
etwas (Rohrohr-) Zucker
Zimt oder eine süße Gewürzmischung
1 Eidotter zum Bestreichen
Staubzucker zum Bestreuen

  1. Aus allen Teigzutaten einen geschmeidigen Mürbteig kneten und kühl rasten lassen. 
  2. Pro Person ein backofenfestes Schüsserl oder Tartelette-Förmchen (ohne Hebeboden!) ausbuttern. 
  3. Das Rohr auf 180°C vorheizen. 
  4. Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse raus, je nach Größe vierteln oder achteln und in einer Schüssel mit Zitronensaft, Zucker und reichlich Zimt vermischen. Die Apfelspalten und ein bisschen von der Flüssigkeit in die Förmchen geben. 
  5. Den Teig portionsweise nicht zu dünn ausrollen und beliebige Formen ausstechen (entweder mehrere kleine oder eine große). Die Äpfel damit belegen. 
  6. Im Rohr eine halbe Stunde bis 40 Minuten backen, bis die Äpfel im eigenen Saft gegart sind und der Teig schön goldbraun ist. Bezuckern und (lau-) warm oder kalt servieren. 


Wie schon gesagt, bodenlos, aber dafür süß bedeckt! Auch mit schön reifen Birnen gut oder gemischt. Große Empfehlung! Ich habe jetzt immer einen Mürbteig im Kühlschrank und somit ist es ein Blitzrezept.


Im Moment ist das unsere liebste Nachspeise. Was ist euer liebstes Winterdessert? 




Dienstag, 9. Januar 2018

Tell a Story #1 - Meine Stadt Wien


Es gibt seit heute ein interessantes Fotoprojekt bei Emma: Meine Stadt, die Stadt, in der ich lebe, ein oder zwei Fotos und eine kleine Geschichte dazu. Da mache ich gern mit!


Meine Stadt ist Wien, ich bin so wie manche meiner Vorfahren hier geboren, aufgewachsen und lebe sehr gern hier. Ich würde nirgends anders wohnen wollen, auch wenn ich in jedem Urlaub an einem schönen Ort in der Welt an das Lied denke "und irgendwann bleib ich dann dort". Nein, ich bleibe nicht dauerhaft fort und komme jedes Mal gern nach Wien zurück.

Wien ist nicht nur einfach irgendeine Großstadt mit schönen Gebäuden und dem üblichen städtischen Angebot, sondern mit ihrem geschichtlichen Hintergrund und ihrer Bedeutung eine besondere Stadt für mich. Sie muss allerdings nicht erst vorgestellt werden, schon gar nicht mit Bildern (im Blog gibt es immer wieder Wien-Fotos, siehe Label Wien). Daher zeige ich euch etwas anderes:


Diese Straßenmusiker mit den Pferdemasken sind vielen WienerInnen und Besuchern vielleicht bekannt. Sie spielen recht flotte Musik und sitzen regelmäßig seit ein paar Jahren in der Nähe des Museumsquartiers nahe der Innenstadt. Ich habe sie kürzlich erst wieder gesehen und finde, sie verbreiten immer gute Laune und zaubern den Vorbeigehenden ein Lächeln ins Gesicht. Und hin und wieder kann man auch einen Blick auf die Männer (keine Frauen) unter den Masken erhaschen, bevor sie loslegen.


Vor etwa zwei Jahren haben die Straßenmusiker sogar so etwas wie Berühmtheit erlangt, als sie nämlich auf einem Plakat eines Museums auftauchten, das eine Fotoausstellung zeigte. Die Ausstellung habe ich leider versäumt. Aber die Pferdemaskenmusiker waren in der ganzen Stadt zu sehen, so wie hier bei einer Straßenbahnhaltestelle.


Hat wer die Männer schon spielen gesehen? Wie gefällt euch mein Blick auf Wien?
Blicke auf andere Städte gibt es hier bei Emma. Ein schönes Projekt, liebe Emma, und eine gute Idee!




Sonntag, 7. Januar 2018

veganes Festessen und Neujahrswanderung


Meine wichtigsten und jahrealten Neujahrsvorsätze sind auch für das heurige Jahr die ewiggleichen... viel Bewegung, wenn möglich in frischer Luft und öfter gesundes Essen, beides in angenehmer Gesellschaft bzw. Zweisamkeit! Eigentlich sind das eh keine Vorsätze für uns "Fliederbaums", sondern gern gelebte Lebensweise oder "Normalität"... aber was bedeutet schon "normal"... Luisa Francia schreibt heute 7.1. in ihrem online-Tagebuch über dieses Thema und wie immer bringt sie mich zum Nachdenken. 

Die Neujahrswanderung hat uns heuer auf den Falkenstein im südlichen Niederösterreich geführt... eine gemütliche Wanderung auf ca. 1.000 Meter hinauf, sehr relaxed und ein bisschen Schneegestapfe...


Gesundes Essen gab es zwischen den Jahren auch. Bei Marlies habe ich vor einiger Zeit ein interessantes veganes Gemüsegericht gesehen, das uns zwei Tage hintereinander sehr erfreut hat!


Fächerkartoffeln, Karfiolcreme (Blumenkohl), Petersilpesto und Rotkraut (Rotkohl) mit Apfel. 
Eine sehr harmonische Kombination!

Kurz gesagt werden die Fächerkartoffeln eingeschnitten, gesalzen, mit Gewürzöl eingestrichen und im 190°C heißen Rohr 50 Minuten gebacken. Bei Marlies gibt es einen speziellen Tipp, wie die Erdäpfeln mithilfe von zwei Kochlöffeln problemlos geschnitten, werden können, ohne sie zu durchtrennen.

Die Karfiolcreme besteht aus einer Handvoll gemahlenen Cashews und gedünsteten Karfiolröschen (Blumenkohl), mit etwas Kochwasser je nach beliebiger Konsistenz und Gewürzen püriert. Hefeflocken würden auch reingehören, aber die hatte ich nicht, es geht auch ohne. Je feiner die Cashews - desto sauciger wird die Konsistenz der Creme.

Ein grünes Petersilpesto mit Walnüssen oder Cashews (ich) und einer Knoblauchzehe. Auch hier kämen Hefeflocken dazu, die ich ersatzlos strich. 

Knackig gedünstetes Rotkraut (Rotkohl) mit Zwiebel und einem geriebenem Apfel.

Große Empfehlung für dieses Gemüsegericht!


Am 2. Tag genossen wir die Reste dieses tierfreien Festessens und hatten aber ganz un-vegan ein kross gebratenes Karpfen-Filet aus dem Waldviertel dazu. Ebenfalls Empfehlung!



Und wie ist das mit euren Vorsätzen?